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Åsa - Ein kleiner Hund ganz groß


Lynn mit AsaÅsa ist auf den ersten Blick nicht gerade das, was sich die meisten Leute unter einem Hund vorstellen, der eine wichtige Aufgabe hat. Sie gehört eher so zu dem Typ „Handtaschenhund“. Nicoline konnte mir als meine Beraterin bei Åsas Ausbildung zwar versichern, dass es kein Ausschlußkriterium ist, dass es sich bei Åsa um einen Zwergspitz handelt, aber skeptisch, ob wir das schaffen, waren wir dennoch. Wir hatten zwei Zwergspitzwelpen bei uns und keinerlei nennenswerte Hundeerfahrung zuvor. Nicht gerade die besten Voraussetzungen.

 

Umso schöner ist es, dass wir diese anfängliche Skepsis sehr schnell abschütteln konnten, dass Åsa von Anfang an Spaß am Training hatte und sie innerhalb weniger Wochen schon eine erste reale Hypo angezeigt hat. Dann, ein paar Wochen später, kratzte sie wieder an meinem Knie. Ich habe daraufhin meinen Blutzucker gemessen und dieser war bei 130. „Na toll. Falscher Alarm. Da läuft was schief.“ Das waren meine Gedanken und ich zweifelte daran, ob das mit einer zuverlässigen Anzeige noch etwas werden kann. Wenige Minuten später war mein Blutzucker schon auf 45 abgesackt und ab diesem Zeitpunkt hab ich mir geschworen, Åsa mehr zu vertrauen. Bisher hat es sich immer gelohnt: Sie zeigt sowohl Hypos, als auch Hyperglykämien zuverlässig tagsüber und auch nachts an, lange bevor ich es merke. Ohne es zu trainieren, hat sie selbst Verhaltensweisen entwickelt, sollte ich ihr Kratzen mal ignorieren oder es fälschlicherweise als Betteln abtun. Sie bellt mich an und kratzt dann auch bei meinen Mitbewohnern, Kollegen oder Freunden. So lange, bis sie eine Belohnung bekommen hat. Unglaublich, auf welche Strategien unsere Hunde zuweilen kommen!

 

Mit intensivem Training im Zeitraum von April 2014 – November 2014 haben wir es wirklich schnell geschafft. Und bei Fragen und Problemen zwischendurch hat Nicoline uns immer tatkräftig mit Tipps und Tricks per Telefon geholfen, sodass wir uns während der Ausbildung richtig gut aufgehoben fühlten. Ich bin Åsa unendlich dankbar dafür, dass sie mein Leben erleichtert und ich bin sehr stolz auf sie, dass sie am 17.10.2015 die Prüfung zum Diabetikerwarnhund im Hundezentrum Siegerland gemeistert hat.

 

Gerade im Nachhinein kann ich sagen, dass diese Art der Ausbildung genau der richtige Weg für uns war. Als Studentin hätte ich mir keinen „fertigen Diabetikerwarnhund“ leisten können und finde es auch viel schöner, sich so etwas gemeinsam mit seinem Hund zu erarbeiten. Durch das intensive Training lernt man den Hund noch viel besser kennen und gewisse Verhaltensweisen zu lesen, was mir auch außerhalb des DiWah-Trainings geholfen hat. Durch das individuelle Training entsteht kein Zeitdruck und man kann sich individuelle Ziele setzen, so wie es die eigene Zeit, aber auch die Auffassungsgabe des Hundes und vor Allem die des Menschen erlaubt.