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Assistenzhunde

Dialogo UrsprungOft ist im Zusammenhang mit der Diabetikerwarnhund Ausbildung von einer Prüfung die Rede, die, wenn sie erfolgreich abgeschlossen wird, die Berechtigung beinhaltet, den Hund überallhin mitzunehmen. Als Beispiel und Vorbild wird immer der Blindenführhund genannt.

 

Hierzu folgende Fakten:

Der Blindenführhund ist als einziger Behindertenbegleithund im Sozialgesetzbuch 5 als Hilfsmittel anerkannt. Die genaue Definition eines tierischen Hilfsmittels ist, dass es dauerhaft benötigt wird und ununterbrochen Leistung erbringt. Diese Bedingungen erfüllt ausschließlich der Blindenführhund. Dazu gehört aber auch, dass der Behinderte durch einen Schwerbehindertenausweis als solcher anerkannt ist.

Die einzige Assistenzhundeprüfung, die (von der IHK Potsdam anerkannt) nachvollziehbare und gleichbleibende Bedingungen bietet, den Schwerbehindertenausweis voraussetzt und von unabhängigen Prüfern durchgeführt wird, ist die des BHV(Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen)

Dennoch hat man sogar mit dieser Prüfung keinen Rechtsanspruch darauf, den Hund als Hilfsmittel überall hin mit zu nehmen. Dieses Recht kann es auch gar nicht grundsätzlich geben, denn es betrifft viel zu viele Gesetze, u.a. das Hausrecht, das Abfallbeseitungsrecht und das Steuerrecht, um nur einige zu nennen. Niemand kann sich per Gesetz über das Hausrecht des Einzelnen hinwegsetzen, womit auch der Blindenführhund kein Recht auf Betreten eines Museums hat, man aber sehr wohl dem Hausrechtsinhaber die Möglichkeit gibt, seine eigene Abwägung zu treffen. Die wird in vielen Fällen für den Behinderten fallen, allein schon, weil es heute durch die Medien einen gewissen Druck gibt.

 

Zusammengefasst ergibt sich also Folgendes:

 

  1. Einen Rechtsanspruch auf Mitnahme des Hundes in öffentliche oder private Gebäude, Grundstücke oder öffentlichen Nahverkehr gibt es nicht. Auch nicht für den Blindenführhund.
  2. Die einzig anerkannte Assistenzhundeprüfung setzt die Kastration des Hundes und den Schwerbehindertenausweis voraus.
  3. Da die meisten Diabetiker keinen Schwerbehindertenausweis haben ist eine Prüfung für sie von keinem greifbaren Nutzen

 

Das heißt nicht, dass ein guter Grundgehorsam eines Hundes nicht nützlich wäre, denn gerade der Diabetiker möchte natürlich seinen Hund überall mitnehmen können und immer um sich haben. Ein wohlerzogener Hund genießt auch ein größtmögliches Maß an Freiheit. Und jeder, der einen Hund als Hilfsmittel hat, steht auch in der Verpflichtung, diesen ordentlich auszubilden und zu erziehen, damit die Toleranz und Akzeptanz der Öffentlichkeit nicht zu sehr strapaziert oder durch schlechtes Benehmen ins Gegenteil verkehrt wird.

Es ist aber nicht korrekt, mit einem Prüfungsabschluss Privilegien zu versprechen, die noch nicht geregelt und durchsetzbar sind.


Wer aber mit seinem Hund die Begleithundeprüfung, den Hundeführerschein oder gar die sehr praxisnahe Prüfung des BHV mit uns machen möchte, wird selbstverständlich dorthin geführt. Dennoch bleiben wir dabei, jedes einzelne Training individuell nach den Bedürfnissen des jeweiligen Kranken auszurichten.

Wer seinen Hund durch eine mit unserem Logo gezeichnete Kenndecke ausweisen möchte, muß in einem Abschlußtest die individuellen Fähigkeiten seines Hundes als Diabetikerwarnhund sowie den Grundgehorsam eines gesellschaftsfähigen Begleiters nachweisen.

 



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